Projektlaufzeit: 2023 – 2025

Untersuchung von Mikroplastik-Einträgen über Misch- und Niederschlagswassereinleitungen in Gewässer

Emissionen über Misch- und Niederschlagswassereinleitungen werden als wesentliche Quelle für den Eintrag von Mikroplastik (MP) über Abwasser in die aquatische Umwelt angesehen.

Mit dem Vorhaben soll die Frage beantwortet werden, welche konkreten Mikroplastik-Belastungen aus den Abwasserableitungen im Trenn- und Mischsystem resultieren.

Ziel des Projektes ist zudem die Erarbeitung einer übergeordneten Mikroplastikbilanz für die Abwasserströme in NRW, in die auch Ergebnisse aus anderen Vorhaben mit verwandten Fragestellungen einfließen.

Mikroplastik-Messungen an Misch- und Niederschlagswasserabschlägen

Durch orientierende Mikroplastik-Messungen an Einrichtungen der Trenn- und Mischkanalisation sollen belastbare Daten zur Quantifizierung der MP-Einträge über Niederschlags- und Mischwassereinleitungen bereitgestellt und beurteilt werden. Dazu werden bestehende Einrichtungen zur Feststoffabtrennung im Misch- und Trennsystem exemplarisch untersucht. Dies umfasst zentrale Systeme wie Regenüberläufe, Regenüberlaufbecken, entlastete Stauraumkanäle und Regenrückhaltebecken sowie Kombinationen daraus, aber auch neuere Ansätze wie dezentral einsetzbare Filterschächte und -systeme. In Ergänzung werden Vergleichsuntersuchungen an einem zu Forschungszwecken errichteten Retentionsbodenfilter (RBF) in Braunschweig durchgeführt.

Mikroplastik-Messungen an Misch- und Niederschlagswasserabschlägen
Durch orientierende Mikroplastik-Messungen an Einrichtungen der Trenn- und Mischkanalisation sollen belastbare Daten zur Quantifizierung der MP-Einträge über Niederschlags- und Mischwassereinleitungen bereitgestellt und beurteilt werden. Dazu werden bestehende Einrichtungen zur Feststoffabtrennung im Misch- und Trennsystem exemplarisch untersucht. Dies umfasst zentrale Systeme wie Regenüberläufe, Regenüberlaufbecken, entlastete Stauraumkanäle und Regenrückhaltebecken sowie Kombinationen daraus, aber auch neuere Ansätze wie dezentral einsetzbare Filterschächte und -systeme. In Ergänzung werden Vergleichsuntersuchungen an einem zu Forschungszwecken errichteten Retentionsbodenfilter (RBF) in Braunschweig durchgeführt.

Es soll dargelegt werden, welche konkreten Reduktionspotentiale durch die technischen Anlagen im Trenn- und Mischsystem nach dem Stand der Technik oder durch neuere Verfahrensansätze bestehen. Somit erhalten Betreiber der Abwasserinfrastruktur Informationen, um proaktiv die Verringerung von Mikroplastik-Einträgen zum Schutz der Gewässer angehen zu können.

Die o. a. zentralen und dezentralen Verfahren haben sich beim Rückhalt partikulärer Stoffe grundsätzlich bewährt, jedoch liegen bisher kaum Daten zum Rückhalt von Mikroplastik vor. Zu klären ist unter anderem, inwieweit die spezifischen Partikeleigenschaften eine Korrelation mit anderen Feststoffpartikeln im Abwasser (bspw. die Parameter AFS und AFS63) zulassen.

Aus den Forschungsergebnissen können auch Ansätze zur Regulierung von Plastikeinträgen und zur Sensibilisierung von Betreibern für eine Verminderung des Mikroplastikeintrags über das Abwasser abgeleitet werden.

Projektbeirat

Zur Begleitung des Vorhabens wurde ein Projektbeirat eingesetzt, in dem Vertreter des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV), des Umweltbundesamts (UBA), der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), der RWTH Aachen, Institut für Siedlungswasserwirtschaft, des Instituts für Umwelt & Energie, Technik & Analytik e. V. (IUTA), des Erftverbands und der Autobahn GmbH mitwirken.

Förderung

Das ReMiPla-Projekt wird vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV) gefördert (Aktenzeichen: 17-04.02.01 – 3a/2022 ff.). Projektträger ist das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV).

Gefördert durch

Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Projektpartner

Technische Universität Berlin, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
ISW – Institut für Siedlungswasserwirtschaft
Mecana – A Metawater Company

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Tim Fuhrmann Assistenz der Geschäftsführung T 0201 3610 0

Dr.-Ing. Ingo Urban Abteilung Kläranlagen T 0201 3610 0